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Zusammen – was geht?

Spannend war es, aussagestark und innovativ: die Vernissage im Neuen Rathaus, zu der die Stadt Hannover gemeinsam mit den Vereinen Aktiv DabeiSein und Down-Syndrom Hannover eingeladen hatte. Fotos und Eindrücke aus den „Wilden Zeiten“ des Ferienprogramms standen im Blickpunkt. „Zusammen – was geht? FerienCard inklusiv“ lautet der Titel der Ausstellung, die noch bis zum 6. September im Rathaus zu sehen ist.

Mit viel gehaltvoller Akustik überzeugte die Vernissage. Aus allen Nähten platzte der Bürgersaal, in dem die Kunst-Fotografien präsentiert werden. Die Werke der photographer-art-Künstlerin Marion Coers, Maya, haben es in sich, sie bewegen, sie provozieren durch die Auswahl ihrer Standorte, sie erzählen Geschichten. Maya erlebte bei ihrer Bilderreise, wie ungezwungen und selbstverständlich Inklusion innerhalb der jungen Generation funktionieren kann. Sie besuchte in den Sommerferien die inklusiven Projekte für Kids der Stadt Hannover gemeinsam mit verschiedenen Veranstaltern.

Rita Maria Rzyski, Familiendezernentin der Stadt Hannover, lobte denn auch das Engagement der Vereine Aktiv DabeiSein und Down-Syndrom Hannover, ohne die solche innovativen Ferienprojekte nicht möglich seien. Besonders hob sie den Einsatz der Initiatorin der Ausstellung, Doris Wesche, hervor. Die Leiterin der FerienCard bei der Stadt Hannover habe einen besonderen Meilenstein gesetzt. Noch kurz vor deren Ruhestand – „ich weiß gar nicht, wie die FerienCard ohne Doris Wesche gehen soll.“

Friedrich-Wilhelm Haarstrich, Hauptamtlicher Vorstand der Sozialgenossenschaft Aktiv DabeiSein Dienstleistungen, und seine Kollegin Sabine Buntrock, die ebenfalls für den Down-Syndrom Verein vor Ort war, betonten einmal mehr die Bedeutung der Inklusion für die Gesellschaft und wiesen auf den 20. Geburtstag des Down-Syndrom Vereins Hannover hin. Dieser wird am Samstag, 21. September, ab 16 Uhr offiziell im Haus der Region begangen. Die Veranstaltung mit buntem Programm und Podiumsdiskussion mit Fraktionsvertretern des Landtags ist öffentlich. Die beiden Redner lobten zudem das beispielhafte Engagement der Künstlerin Maya, die eine einzigartige Präsentation geschaffen habe.

Unterhaltsam und informativ führte Youtube-Star Ninia La Grande durch das Programm, die sich in Poetry-Slam-Deutschland und auf vielen anderen Kleinkunstbühnen bereits einen Namen gemacht hat. Sie kündigte unter anderem Greg Perrineau, den ehemaliger Frontsänger der 70er-Jahre-Kultband „Eruption“, sowie die Tanzpädagogin Katrin Helmerichs-Naujok mit ihrer extra für die Vernissage gebildeten inklusiven Tanzgruppe an. Die Künstler bewiesen mit der Sprache der Musik und des Tanzes, wie selbstverständlich ein gemeinsames Miteinander sein kann.