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Ferien 4.0

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2020 geht die Post ab: Ferien mit Power-Play für alle

So bunt war Ferien inklusiv noch nie: Hannovers erste Sozialgenossenschaft überrascht 2020 mit einem innovativen Feriencamp in der Freien Martinsschule in Laatzen. Der Termin:  20. bis 31. Juli.

Versteht sich von selbst, dass auch im kommenden Jahr die Eltern von Kindern mit Handicap die Freizeitassistenz nicht selbst organisieren müssen. Unser Team kümmert sich um die Zusammensetzung des Betreuerteams und noch viel mehr. Am 14. November dieses Jahres wird es bereits einen Infoabend zum Feriencamp geben.

In den zwei Wochen erleben Mädchen und Jungen zwischen 6 und 14 Jahren ein buntes Programm, das geprägt ist von Entdeckerpfaden, Musik, Gestalten sowie ausreichende Erholungspausen und täglich frisch zubereiteter Verpflegung in der hauseigenen Mensa, die sich auf alle individuellen Wünsche und Erfordernisse einstellt.

Ideale Bedingungen bieten die Innenräume und das Außengelände der Freien Martinsschule Laatzen mit Bühne, Sporthalle, Aula, Mensa, Spiel- und Sportplatz sowie Erlebnisgarten. Das Feriencamp für alle ist in den zwei Wochen werktäglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Teilnahmegebühr (inklusive Verpflegung): für eine Woche 120 Euro, für zwei Wochen 200 Euro. Ein Fahrdienst wird angeboten. Die Kosten sind extra zu entrichten. Über Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen des Persönlichen Budgets Freizeit und des Mobilitätskostenzuschusses wird ebenfalls am Infoabend am 14. November berichtet.

Anmeldungen: per E-Mail an freizeitcamp@dabei-sein.com. Telefonische Auskünfte gibt es unter 0511/45980580.

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Bildungsoffensive Prima-Klima

Für alle Kinder von 6 bis 14 Jahren

Ort: Freie Martinsschule

Am Südtor 15, 30880 Laatzen

Telefon 0511/82199630

Das Ferienangebot in der Freien Martinsschule fand zum dritten Mal statt. Erstmals wurde die Freizeit von der neuen Sozialgenossenschaft Aktiv DabeiSein Dienstleistungen eG organisiert. Klimaschutz und Umweltaktionen standen im Mittelpunkt. Das Ferienangebot avancierte zum Bildungscamp. Die spielerische Umweltbildung in Verbindung mit Inklusion bildete den Schwerpunkt des Lernangebots. Die frühe Umweltbildung auf jedem Niveau soll langfristig die Gesellschaft in Sachen Klimaschutz stärken. Denn eine inklusive Gemeinschaft erweitert ebenfalls das Umweltschutz-Netzwerk. Die Kids erfuhren: Jeder kann etwas zum Schutz des Klimas beitragen.

Regelkinder lernen vom Konkreten zum Abstrakten, bei Mädchen und Jungen mit Beeinträchtigungen ist es in der Regel umgekehrt: Sie lernen vom Abstrakten zum Konkreten. Diesem Grundsatz wurden alle Klimaschutz-Experten in den Workshops gerecht. Im Bereich der Umweltbildung war diese Initiative einzigartig und schuf neue Wege, die junge Generation für das Thema Klimaschutz zu sensibilisieren. Die spielerische Aneignung von Klimaschutzmöglichkeiten, das Nachdenken über die Natur und Umwelt war auch ein Stück Bildung. In diesem Sinne bildeten sich die Kinder im Camp ständig selbst. Dem Spiel kam in diesen Bildungsprozessen ein sehr großer Stellenwert zu: Die Kinder erwarben instrumentelle, soziale, personale Kompetenzen, hinterfragten bestehende Abläufe und Regeln, entdeckten eigene Interessen und/oder brachten diese in Entscheidungsprozesse ein, lernten den Umgang mit Freiheit und Verantwortung, hinterfragten bestehende Ungerechtigkeiten und gestalteten die Welt im Sinne des Klimaschutzes.

In gemischten Gruppen wurden die Kinder an komplexe Fragestellungen zu Klimaschutzthemen herangeführt. Das erforderte von allen Mädchen und Jungen Reflexionsfähigkeit und vorausschauendes Denken. Da die Schüler mit besonderem Förderbedarf meist in der Kommunikation eingeschränkt waren, mussten sich die Kinder bei der Lösung ihrer Gruppenaufgaben andere Wege suchen, um miteinander agieren zu können. Fakt ist, dass das Lernniveau bei den nichtbehinderten Kindern sich nicht von den Kindern unterscheidet, die in nichtintegrativen Ferienfreizeiten an Themen-Workshops teilnehmen. Es gibt sogar Studien, die zeigen, dass nichtbehinderte Kinder in inklusiven Lernsettings bessere Leistungen erzielen als in nichtintegrativen Lehrcamps (siehe Feyerer 1998, Preuss-Lausitz 2009 Integrationsforschung im Handbuch Integrationspädagogik, Wocken 1999 Schulleistungen in heterogenen Lerngruppen in Handbuch Integrationspädagogik). Das gemeinsame Lernen fördert soziale Fähigkeiten, Toleranz und das Gefühl der Anerkennung. Eine Willkommensstruktur in inklusiven Settings trägt zu einem angstfreien Klima bei, denn jedes Kind ist dort mit seiner Unterschiedlichkeit willkommen.

Die Angebote waren auf die jeweilige Altersgruppe und/oder die individuellen Bedürfnisse der Mädchen und Jungen abgestimmt. Jedes Kind war willkommen, mit und ohne Beeinträchtigung.

Den Kids standen ausschließlich pädagogisch geschulte Betreuer zur Seite.

Der Veranstalter war die Freie Martinsschule in Zusammenarbeit mit dem Verein Aktiv DabeiSein,, der Sozialgenossenschaft Aktiv DabeiSein Dienstleistungen eG  und der Stiftung Jonathan.

 

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