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Seminar und Netzwerk

Seit einiger Zeit ist das neue Bundesteilhabegesetz (BTHG) in seinen wesentlichen Teilen in Kraft getreten. Die Kritik am Gesetz ist leiser geworden, aber immer noch berechtigt. Der Dschungel der Paragraphen überfordert selbst so manchen Sachbearbeiter in den Verwaltungen. "Was steht eigentlich drin im Gesetz und wie kann ich dieses interpretieren?" - Antworten auf diese Fragen gab es bei der jüngsten Tagung der Landesvertretung Selbsthilfe Körperbehinderter Niedersachsen (BSK). In der Heimvolkshochschule Stephansstift in Hannover informierte Diplom-Pädagoge Detlev Jähnert über die Neuerungen und die Auslegung des BTHG. Der Leiter der Initiative Inklusionsseminare.de erläuterte an drei Seminartagen die Struktur des neuen Gesetzes . Vorranging informierte er über den Aufbau des BTHG, über die Eingliederungshilfe und das Budget für Arbeit. Die Sozialgenossenschaft Aktiv DabeiSein zählte zu den Teilnehmern der großen Gemeinschaft, die sich an den Workshoptagen zusätzlich als Netzwerk für Inklusion in Hannover weiter ausbauen konnte. "Im Vordergrund stand einmal mehr, dass Menschen mt Behinderungen und ihre Angehörigen ermutigt werden, selbstbewusst die inklusiven Interessen durchzusetzen", so Friedrich-Wilhelm Haarstrich, Vorstand der Genossenschaft. Menschen mit Beeinträchtigungen seien Experten in eigener Sache. Das bestätigte auch Matthias Kràsa, Leiter der BSK-Landesvertretung Schleswig-Holstein. Der studierte Finanzexperte ist im Rollstuhl unterwegs und stellte das Arbeitgebermodell für selbstbestimmte Assistenz vor. Hans-Werner Eisfeld von der niedersächsischen BSK-Landesvertretung und Organisator des Seminars betonte, dass es eine Fortsetzung des erfolgreichen Seminars geben solle. Dabei lobte er nicht nur die inhaltliche Aufbereitung der Themen, sondern auch die Netzwerk-Aktivitäten der Teilnehmer insgesamt.