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In der dritten Etage des Servicehauses Läuferweg sind noch Wohnungen bzw. WG Zimmer für  Menschen mit Körperbehinderungen zu beziehen.

Wer Interesse an einer Wohnung hat kann sich an folgenden Kontakt wenden.

Björn Mänken

Region Niedersachsen Mitte
Regionalgeschäftsführer
Angerstraße 6
30161 Hannover
Tel.: 0511 640608991
Bjoern.Maenken@dh-himmelsthuer.de

Das Deutsche Down-Sportlerfestival wird volljährig: Am Sonnabend, 25. April, findet zum 18. Mal das große Sport-Event im Sport- und Freizeitzentrum in Frankfurt/Kalbach statt.

Mehr als 600 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Down-Syndrom werden erwartet, die mit ihren Familien und Freunden einen Tag voller Sport, Workshopangeboten und Spaß gemeinsam erleben. Die Sportler und Sportlerinnen können verschiedene Leichtathletik-Disziplinen absolvieren, an Workshops, wie beispielsweise Basketball, einer Modenschau oder Trommeln teilnehmen. Für die Geschwister und Eltern gibt es ebenfalls ein buntes Rahmenprogramm.

Hier geht's zum offiziellen Festival-Film.

Aktuell suchen wir Helfer im Servicehaus am Läuferweg – und zwar montags bis freitags, jeweils ab 8 und 16 Uhr für je eine Stunde, sowie werktags ab 6.45 Uhr für 1,5 Stunden zum Frühstücksservice. Die Ehrenamtspauschale beträgt zehn Euro pro Stunde. Wer Interesse hat, meldet sich per-E-Mail unter zeitspender@dabei-sein.com oder telefonisch montags bis freitags zwischen 9 und 18 Uhr unter 0511/459 80 580.

Wir waren dabei: bei der Kundgebung im Rahmen der Niemandstour, die eindringlich und sprichwörtlich abgefahren auf ein gewichtiges Problem hinweisen soll - auf die nach wie vor bestehenden Benachteiligungen von Menschen mit Beeinträchtigungen in der Gesellschaft.

Für die Reisegruppe Niemand geht es bei ihrer Reise durch die Landeshauptstädte vor allem um eines:  das seit 25 Jahren im Grundgesetz verankerte Benachteiligungsverbot aufgrund von Behinderung als Staatsziel zu erweitern. Denn nach wie vor erfahren in Deutschland Menschen aufgrund des Merkmals „Behinderung” in vielen Lebensbereichen immer noch Benachteiligung.
Die Unternehmungslustigen und Aktivisten aus der Gruppe Niemand besteht aus fünf Aktivisten aus dem UNgehindert-Netzwerk, allesamt behinderte Menschen (auf bahndeutsch„Personen mit reduzierter Mobilität“), die sich vom 12. bis 15. November 76 Stunden auf den Weg machen, um alle 16 Landeshauptstädte mit Zügen des Schienenpersonennahverkehrs zu besuchen. In Hannover wurden sie unter anderem vom Team dabei-sein.com begrüßt. Unsere Sozialgenossenschaft setzt sich ein für mehr gesetzeskonforme Praxis in Bezug auf mehr Teilhabe. Denn: Ein Recht auf Inklusion ohne die notwendigen Ressourcen ist ein grausamer Scherz.

Der Verein WirWohnenGemeinsam in Hannover hat es geschafft: Heute ist das inklusive Wohnmodell im Erich-Wegner-Weg in der Südstadt mit einer wahrlich prominenten Einweihung geadelt worden. Ideengeberin und Organisatorin Kocher Kocher Khanaqa-Redecker zeigte sich sichtlich stolz, dass sie den Weltstar Mousse T. und hannoversche Politprominenz zu dem besondere Festakt begrüßen konnte.

Wohnprojekt 2 225x300 - Wohnprojekt gewürdigt

Das Haus mit  Jung und Alt, mit beeinträchtigen und nicht-beeinträchtigten Menschen ist eines von vier Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 66 Wohnungen, die das Wohnungsbauunternehmen Theo Gerlach realisiert hat. Im Ensemble sind eine Reihe von Einheiten zu finden, die nach den Richtlinien des sozialen Wohnungsbaus fertiggestellt worden sind. Auch für Menschen mit mittlerem Einkommen gibt es besondere Wohnungsangebote. Außerdem schließen sich zwölf Eigentumswohnungen an.

Die Unterschiedlichkeit der Bewohner spiegelt die Vielfalt der Gesellschaft wider. "Vorbildlich", betonten die Gästen des Nachmittags. Und auch Thomas Hermann, Bürgermeister der Stadt Hannover, fand viele lobende Worte für das Projekt. Die Vertreter des Down-Syndrom Vereins Hannover besichtigten die WG der jungen Erwachsenen mit Trisomie 21 und zeigten sich begeisterten von dem offenen Wohnkonzep

Von Sabine Buntrock

Fast drei Jahrzehnte lang machen es uns die USA vor, wie Barrierefreiheit grenzenlos funktioniert. Die Freiheitsstatue fährt Rollstuhl sozusagen. Die Staaten nehmen ihr Behindertengleichstellungsgesetz wörtlich – Americans with Disabilities Act (ADA) sorgt seit 1990 dafür, dass beeinträchtige Menschen, auf einem guten, auf einem barrierefreien Weg sind. Unbefangen unterwegs zu sein auch als Nicht-Fußgänger ist in deutschen Gefilden ein Wagnis. In zahlreichen Restaurants und an vielen Orten der Sehenswürdigkeiten gibt’s noch nicht mal eine Behindertentoilette. In Amerika ist der touristische place to be standardmäßig mit einer solchen ausgestattet. Und wenn nicht, hat der Freizeittreff eine Außenseiterrolle. Ja, hallo, das geht. Nichtbehinderte erklären sich solidarisch mit eingeschränkten Zeitgenossen und meiden den Ort der Nachlässigkeit in Sachen Barrierefreiheit. In den USA sind ausreichend barrierefreie Hotelzimmer vorhanden, Mietwagen kann man beispielsweise überall mit Handgas mieten, wenn man nicht per pedes fahren kann. Was für eine Signalwirkung!
Das amerikanische Behindertengleichstellungsgesetz verlangt regelrecht angemessene Vorkehrungen zu treffen, damit Menschen mit Beeinträchtigungen nicht diskriminiert werden. Und bewirkt damit eine Nachdenkpflicht über die Bedürfnisse, die eigentlich normal aus der Sicht von Menschen mit Handicap. Und weil die Individualität jedes einzelnen besondere Vorkommnisse bei jedermann, jederfrau mit sich bringt, ist es generell normal. Normalität ist eben verschieden zu sein. Das gilt auch für den Arbeitsmarkt. Ein Grundbedürfnis eines Menschen ist es, einer Beschäftigung nachzugehen. Mit Lohn als Erfolgserlebnis. Und ein Grundrecht für alle ist es ebenfalls in Deutschland. Doch was nutzt es, eben auch als behinderter Mensch dieses Grundrecht zu haben, aber keine Chance zu bekommen auf dem ersten Arbeitsmarkt. Das macht eher einen grausamen Scherz aus und führt diesen Anspruch ad absurdum. Amerika verlangt von seinen Arbeitgebern per Gesetz Maßnahmen, um Menschen mit Beeinträchtigung ganz selbstverständlich auf dem ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.
Das ist kein amerikanischer Traum, sondern traumhafte Wirklichkeit in den Staaten. Einer Realität, der wir in Deutschland folgen sollten. Eine starke Gesetzgebung zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen zu etablieren ist hierzulande längst überfällig. Immer noch gibt es keinen ausreichenden Schutz vor Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen. Kinder mit Behinderung dürfen bis zur Geburt abgetrieben werden, Erwachsene, die blind oder taub seien, werden vielfach vom ersten Arbeitsmarkt ausgeschlossen. Noch immer findet an vielen Schulen lediglich eine Pseudo-Inklusion statt, die dann zum Scheitern verurteilt ist. Und aus diesem Resultat heraus werden Kinder mit Behinderungen oftmals aus der Regelschule ausgegrenzt. Straßen und Bürgersteige, öffentliche Gebäude und Sehenswürdigkeiten sind viel zu oft für Rollstuhlfahrer unbenutzbar.
Deutschland wurde einmal mehr vom UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen aufgefordert, das Konzept der angemessenen Vorkehrungen in allen Rechts- und Politikbereichen zur Gleichstellung von Menschen mit Beeinträchtigung gesetzlich zu verankern. Dazu hatte sich Deutschland mit der Ratifikation der UN-Behindertenrechtskonvention bereits verpflichtet. Angemessene Vorkehrungen zu treffen stellen das Einmaleins der baulichen Barrierefreiheit dar und müssen unbedingt auf die Agenda der Verpflichtungen gesetzt werden. Das Institut für Menschenrechte hat das in leichter Sprache gut erklärt. Deutschland blockiert. Wir seien immer noch gut im Aussortieren, sagten jüngst die Kultusminister unserer europäischen Nachbarn bei der entsprechenden EU-Tagung zu ihren deutschen Kollegen. Keine internationale Auszeichnung für uns, eher ein Armutszeugnis. Und. sehr geehrte Politik, die Art und Weise, wie man mit Menschen mit verschiedensten Hintergründen umgeht, beschreibt unsere Werte und symbolisiert, wer wir sind. Vielleicht erzeugt diese Wahrheit zum Nachdenken und sorgt dafür, dass die Bundesregierung endlich ihre Hinhaltetaktik zum Diskriminierungsschutz aufgibt.

3a mit Bürgermeister 300x200 - Inklusion und Klimaschutz

Großer Medienrummel in der Otfried-Preußler-Schule in Hannovers Südstadt: Die offizielle Vorstellung des Prima-Klima-Camps, der besonderen Ferieninitiative der Vereine Aktiv DabeiSein und Down-Syndrom Hannover, sowie des TK Hannover stand auf der Agenda im Klassenraum der 3a - und dabei ging es vorrangig um den Leuchtturm-Charakter des Feriencamps, das Klimaschutz und Inklusion verbindet. Bürgermeister Thomas Hermann lobte das Ferienprojekt als innovative Idee und betonte, dass die Otfried-Preußler-Schule für das Prima-Klima-Camp genau den richtigen Rahmen bieten würde. "Hier wird Inklusion gelebt."

Innovativ und inklusiv: In den Sommerferien 2019 startet das Prima-Klima-Camp mitten in der City von Hannover – mit Anspruch auf Fortsetzung. In der national preisgekrönten Grundschule für Inklusion, in der Otfried-Preußler-Schule, treffen sich im Camp motivierte Betreuer, gut gelaunte Klimaschutz-Experten und Mädchen und Jungen zwischen 6 und 14 Jahren. Der Termin: 8. bis 19. Juli 2019. Die spielerische Umweltbildung in Verbindung mit Inklusion bildet den Schwerpunkt des Ferienangebots.

Veranstalter sind die gemeinnützige Sozialgenossenschaft Aktiv DabeiSein Dienstleistungen eG und der Down-Syndrom Verein Hannover. Außerdem mit im Boot bei diesem einmaligen Projekt: der TKH sowie die Otfried-Preußler-Schule. Ideelle sowie finanzielle Unterstützer sind zudem die Stadt und die Region Hannover, die BINGO Umweltstiftung, 96plus, proKlima und die Stiftung Allianz für Kinder, die Edeka Stiftung sowie die FerienCard.

Kreativ, innovativ, unkompliziert – lautet das Motto. Spiele ohne Grenzen, Power-Parcours mit Lili & Claudius, Energie-HipHop, Umwelt-Entdeckerpfade, Photo-Pep, Culture-Play, pfiffige Kreativaktionen und jede Menge Spaß stehen auf der Agenda. Und: Das Prima-Klima-Camp für alle will mit früher Umweltbildung auf jedem Niveau langfristig die Gesellschaft in Sachen Klimaschutz stärken. Denn eine inklusive Gemeinschaft erweitert ebenfalls das Umweltschutz-Netzwerk. Die Kids erfahren: Jeder kann etwas zum Schutz des Klimas beitragen. Highlight ist die Session mit Greg Perrineau, Weltstar der 70er-Jahre-Kultband „Eruption“, der mit den Kids für den Klimaschutz trommeln will. Wetten dass, die muntere Gruppe für ihre abschließende Aufführung auch eine gigantische Kulisse finden wird …?!
Die Naturnauten Lili & Claudius beispielsweise vermitteln, die wichtig das Thema Klimaschutz ist – mit Workshops wie Sonne und Wind und anschaulichem Freizeitlernprogramm auf Entdeckerpfaden. Mit ihren eindrucksvollen Experimenten machen sie auch Kindern mit Behinderungen deutlich, was man in Sachen Energiesparkurs unternehmen kann.

Im Prima-Klima-Camp für alle sind die Kinder Klimaschutzforscher. Über verschiedene Themen im einzelnen Workshop lernen sie, wie wichtig das Thema Umweltschutz ist. Der Fotograf Andreas Stahl beispielsweise ist mit dem Mädchen und Jungen auf dem Klimaschutz-Rundgang unterwegs, fängt in der Gruppe mit der Kamera Landschaftsbilder und Tierszenen ein. Außerdem initiiert er mit dem Betreuerteam eine Aktion, bei der jedes Kind mit Farbe seinen Fußabdruck auf Recyclingpapier platziert. Das wird dann unter die Linse genommen sowie als Aufhänger genutzt, um mit den Teilnehmern über den ökologischen Fußabdruck zu sprechen - mit Worten, Gebärden und Bildern.

In Bastelkursen werden Öko-Baumwollrucksäcke mit umweltfreundlicher Farbe bemalt. Motive sind Eisbären und Co., Tiere, die durch den Klimawandel vom Aussterben bedroht sind. Außerdem entsteht aus Abfall ein riesiges Kunstwerk, das die Kids zum Abschluss ihres Feriencamps präsentieren. Bewegungscoach Sabine Krauthäuser bringt Umwelttänze mit, sorgt für Körperwahrnehmung und verbindet dieses mit einem Gefühl für die Natur. Sie animiert die Mädchen und Jungen allgemein zu mehr Bewegung. Den Spaß an Sport verinnerlichen Kinder, sie werden auch im Erwachsenenalter mehr Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen.

Das Angebot ist so umfangreich wie das Thema Umwelt generell. Ideale Bedingungen für das Camp bieten die Innenräume und das Außengelände der Otfried-Preußler-Schule in der Birkenstraße 12 in Hannover mit Bühne, Sporthalle, Aula, Mensa, Spiel- und Sportplatz sowie Erlebnisgarten. Die Grundschule ist vom Deutschen Down-Syndrom-Center mit dem nationalen Preis für vorbildliche inklusive Arbeit ausgezeichnet worden. „Jeder ist anders“, sagt Rektorin Alexandra Vanin. „Ein Kind ist sonnig und fröhlich, ein anderes wild, ein drittes leise, mancher braucht für Aufgaben länger, ein anderer kürzer.“ Wichtig sei es, dass jeder Schüler vorbehaltlos so angenommen werde, wie er sei.

„Inklusion ist ein Prozess und gleichzeitig ein Ziel, menschliche Verschiedenheit als Normalität anzunehmen und wertzuschätzen“, betont Klaus Dickneite, Vorsitzender des Vereins Aktiv DabeiSein. Zum Fortschreiten dieses Prozesses trage das Prima-Klima-Camp bei. Jedes Kind werde auf individuelle Art und Weise an das Thema Klimaschutz herangeführt.

Ein paar Plätze sind noch frei. Pro Woche kostet der Ferienspaß inklusive Verpflegung mit FerienCard 75 Euro. Anmeldungen und Information: unter buntrock@dabei.-sein.com.

Wohnprojekt 300x200 - Platz im Wohnprojekt frei

Gute Nachricht: In der Südstadt Hannovers in der Nähe des Maschsees ist noch ein Platz in einem ambulant betreuten Wohnprojekt frei. Ansprechpartnerin ist Kocher Khanaqa-Redecker, Telefon: 0176/200 65 662, E-Mail: khredecker@gmx.de. Das Angebot „Ambulant betreutes Wohnen” richtet sich an Menschen mit körperlicher/geistiger/seelischer Beeinträchtigung, die eigenständig und in einer eigenen Wohnung leben können und möchten, aber in verschiedenen Lebensbereichen Begleitung und Unterstützung benötigen.

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